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Obwohl ich ein großer Zinfandel Fan bin, meide ich Primitivo oft. Und obwohl es sich um dieselbe Rebsorte handelt, findet man bei Primitivo-Weinen aus Süditalien oft nur Billigplörre. Deshalb die berechtigte Frage: Wie schmeckt der Grande Vitae Primitivo von Netto?

Seine rubinrote Farbe ist erstmal nichtssagend! Beim Geruch könnte man gleich glauben, dass das Klischee der einfachen Fruchtbombe bestätigt wird: Jede Menge Erdbeere! Wäre da nicht der leichte Eindruck von Likör!

Ok, das macht mir auch Angst. Denn riecht ein Wein nach Alkohol, ist er nicht selten viel zu schwer. Das ist beim Grande Vitae Primitivo von Netto allerdings nicht der Fall!

Am Gaumen schmeckt der Rotwein aus dem süditalienischen Apulien nach roter Johannisbeere. Zusätzlich kann man im Hintergrund ein wenig Zwetschge erkennen, wodurch eine dezente Säure das Geschmackserlebnis begleitet.

Wie man es von diesem warmen Weinanbaugebiet gewohnt ist, handelt es sich beim Grande Vitae Primitivo um einen kraftvollen und vollmundigen Rotwein. Er ist relativ ausgewogen und bietet ein solides Trinkerlebnis.

rp_Bewertung3-e1435488709236.jpgWeinexperte Cordula Eich verlieh dem Netto Primitivo die Bestnote. Soweit würde ich nicht gehen. Dafür müsste der Nachhall des Grande Vitae einfach länger sein. Man kann diesen Wein problemlos mit jeder Pasta-Speise kombinieren. Ein Festtagswein ist er allerdings nicht. Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe IGT-Weine, welche einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen. Deshalb verleihe ich dem Grande Vitae Primitivo von Netto “nur” 3 Korken!

Den Grande Vitae Primitivo IGT gibt es bei Netto für 4,99 Euro.

Hinweis: Wer bereit ist, ca. 3 Euro mehr auf den Tisch zu legen, der sollte sich den Conte di Campiano Primitivo di Manduria gönnen!