Wein ist das göttlichste Getränk überhaupt. In der Bibel wird Wein über 200 mal erwähnt. Und so gut wie jeder Künstler hat mal einen guten Weinspruch gebracht. Hier folgt die größte Sammlung an Weinzitaten: Über 70 Weinsprüche von Schriftsteller, Politiker, Philosophen und Malern.

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Weinsprüche von Schriftstellern

Der Wein wandelt den Maulwurf zum Adler.
(Charles Baudelaire)

Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.
(Wilhelm Busch )

Ein Trinkgefäß, sobald es leer,
Macht keine rechte Freude mehr.
(Wilhelm Busch )

Wer als Wein- und Weiberhasser jedermann im Wege steht,
der esse Brot und trinke Wasser bis er daran zugrunde geht.
(Wilhelm Busch)

Bacchus – nützliche Gottheit; von den Alten als Ausrede für einen guten Rausch erfunden.
(Ambrose Gwinnett Bierce)

Der Wein ist Gottes zweitbestes Geschenk an den Mann.
(Ambrose Gwinnett Bierce)

Wo Reben sich ranken
mit innigem Trieb
so meine Gedanken
habt alles hier lieb.
(Clemens Brentano)

Es ist mir völlig gleichgültig, wohin das Wasser fließt, solange es nicht in den Wein läuft.
(Gilbert Keith Chesterton)

Das soll am Wein belobet sein: Er trinkt am besten sich zu zwein.
(Geibel)

Goethe und seine Weinsprüche

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Es mag nur ein Gerücht sein – ja Prominews gab es auch bereits im frühen 19, Jahrhundert – aber Goethe soll zu Lebzeiten ein richtiger Zecher gewesen sein: Bis zu 3 Flaschen am Tag konsumierte er. Laut Goethe “liegen im Wein produktivmachende Kräfte besonderer Art”. Das erklärt vermutlich auch, warum Goethe so viele Weinsprüche von sich gegeben hat. Hier eine kleine Auswah vo Goethes Weinsprache:

Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu trinken.

Wein und Frauen sind auf Erden aller Weisen Hochgenuss,
denn sie lassen selig werden, ohne dass man sterben muss.

Der liebe Gott hat nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt,
drum hat er auch zum Saft der Reben den nötigen Durst dazu gegeben.

Ohne Wein und ohne Weiber hol’ der Teufel uns’re Leiber.

Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein!

Für Sorgen sorgt das liebe Leben. Und Sorgenbrecher sind die Reben.

Lieb-, Leid- und Weines Trunkenheit, ob’s nachtet oder tagt, die göttlichste Betrunkenheit, die mich entzückt und plagt.

Und wird einmal der Geist uns trübe, wir baden uns im alten Wein,
und ziehen mit Gesang und Liebe, in unseren Freudenhimmel ein.
(Wilhelm Hauff)

Der Wein ist die edelste Verkörperung des Naturgeistes.
(Friedrich Hebbel)

Wir können vieler Ding entbehren und dies und jenes nicht begehren.
Doch werden wenig Männer sein, die Weiber hassen – und den Wein.
(Johann Peter Hebel)




Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht.
(Elke Heidenreich)

Ich weiß: sie trinken heimlich Wein und predigen öffentlich Wasser.
(Heinrich Heine)

Ja, ja, der Wein, das ist mein Element
in seinen goldighellen Liebesfluten
will ich gesund die kranke Seele baden.
(Heinrich Heine)

Im Weine wie spiegelt die Welt sich so schön!
Wer fastet und klügelt, wird`s nimmer verstehn.
Drum Flaschen entsiegelt und Herzen entzügelt
und Geister beflügelt zu himmlischen Höhn!
(Paul Heyse)

O Wein! O Wein! Mir ist so wohl wie nie!
Schenkt ein! Schenkt ein! Das nenn´ ich Therapie!
(ETA Hoffmann)

Gott hat nur Wasser geschaffen, aber der Mensch machte den Wein.
(Victor Hugo)

Wein ist stärker als das Wasser, das gestehn auch seine Hasser
(Gotthold Ephraim Lessing)

Siehst du Wein im Glase blinken, lerne von mir deine Pflicht:
Trinken kannst du, du kannst trinken; doch betrinke dich nur nicht.
(Gotthold Ephraim Lessing)

Zuviel kann man wohl trinken,
doch nie trinkt man genug.
(Gotthold Ephraim Lessing)

Der Leichtsinn genialischer Menschen ist wie der Kork auf der Weinflasche:
wird der Kork beweglich, so rührt sich auch der Wein.
(Novalis)

Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet: Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger!
(Jean Paul)

Wer dich verschmäht, du edler Wein,
der ist nicht wert, ein Mensch zu sein.
(Joachim Perine)

Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind jene, aus denen man trinkt.
(Joachim Ringelnatz)

Kein Wein ist so sauer wie der reine, der einem eingeschenkt wird.
(Markus M. Ronner)

Man kann, wenn wir es überlegen, Wein trinken, fünf Ursachen wegen:
einmal um eines Festtags willen,
sodann vorhandenen Durst zu stillen,
ingleichen künftigen abzuwehren,
ferner dem guten Wein zu Ehren
und endlich um jeder Ursach`willen.
(Friedrich Rückert)

Wer trinkt, soll reinen Herzens sein, mit Wein ist nicht zu scherzen.
(Friedrich Rückert)

Der Wein erfindet nichts, er schwatzt’s nur aus.
(Friedrich Schiller)

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Wundervoll ist Bacchus’ Gabe,
Balsam fürs zerrißne Herz!
(Friedrich Schiller)

Wer Wein gut trinkt, schläft gut.
Wer gut schläft, sündigt nicht.
Wer nicht sündigt wird selig.
Wer also gut Wein trinkt, wird selig.
(William Shakespeare)

Der Wein steigt in das Gehirn, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von feurigen und schönen Bildern.
(William Shakespeare)

Guter Wein ist ein gutes, geselliges Ding, wenn man mit ihm umzugehen weiß.
(William Shakespeare)

Der Wein ist die Poesie der Erde.
(Mario Soldati)

Wein ist Poesie in Flaschen.
(Robert Louis Stevenson)

Der Nebel steigt, es fällt das Laub, schenk ein den Wein, den holden,
wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden.
(Theodor Storm)

Es ist eine platte Ansicht zu glauben, daß der Wein unmittelbar aus sich selbst alle die Wirkungen
hervorbringt, die wir ihm zuschreiben. Sein Duft und Hauch erweckt nur die Qualitäten, die in uns
ruhen.
(Ludwig Tieck)

Schade, dass man einen Wein nicht streicheln kann.
(Kurt Tucholsky)

An einem Rausch ist das Schönste der Augenblick, in dem er anfängt – und die Erinnerung an ihn.
(Kurt Tucholsky)

Der Wein gibt Witz und stärkt den Magen.
(Christoph Martin Wieland)

Eine Weinkarte,
wenn mit Phantasie gelesen,
ist fast so schön,
wie wirklich voll gewesen.
(Carl Zuckmayer)

Weinsprüche von Politikern

Ein gutes Glas Wein ist geeignet, den Verstand zu wecken.
(Konrad Adenauer)

Es soll keiner so wenig Wein trinken, dass er seiner Gesundheit schadet.
(Marc Aurel)

Wer im Heerlager weintrunken befunden wird,
soll solang nur Wasser zu trinken bekommen,
bis er selber bekennt, er habe übel getan.
(Karl der Große)

Wein saufen ist Sünde.
Wein trinken ist beten.
Lasset uns beten.
(Theodor Heuss)

Weinsprüche von Schauspielern

Beim Weißwein denkt man,
beim Rotwein spricht man,
beim Sekt macht man Dummheiten.
(Henri Vidal)

Der Weinspruch von einem einzigen Maler

Wer genießen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse.
(Salvador Dali)

Weinsprüche von Wissenschaftler

Man führt gegen den Wein nur die bösen Taten an, zu denen er verleitet, allein er verleitet auch zu hundert guten, die nicht so bekannt werden.
(Georg Christoph Lichtenberg)

Eine Flasche Wein enthält mehr Philosophie als alle Sachbücher.
(Louis Pasteur)

Weinsprüche von Philosophen & Theologen

“Wo der Wein fehlt,
da ist der Himmel der Menschheit wüst und leer,
da stirbt der Reiz der Venus!”
(Euripides)

Im Wein liegt Wahrheit und mit der stößt man überall an.
(Friedrich Hegel)

Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.
(Konfuzius)

Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Thor sein Leben lang.
(Martin Luther)

Bier ist Menschenwerk, Wein aber ist von Gott.
(Martin Luther)

Der Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.
(Plutarch)

Ein gerader Mensch scheut nicht die freundschaftlichen Geschwätze, die aus dem Rausche hervorgehen.
(Jean-Jacques Rousseau)

Wein ist die Nachtigall unter den Getränken
(Voltaire)

Allgemeine Weinzitate und Sprichwörter

Der Wein hält nichts geheim.

Die süßesten Trauben hängen am höchsten.

Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.

Feurig wie ein Rubin und wie ein Gold so edel,
wünscht sich ein Mann den Wein und das Mädel.

Traubenblut schafft frohen Mut.

Ist der Wein im Manne, ist der Verstand in der Kanne.

Wer Wein verdient, soll nicht Wasser bekommen.

Wasser macht weise, glücklich der Wein,
drum trinke beides, um beides zu sein.

Wo der beste Wein wächst, trinkt man den schlechtesten.

Je stärker der Wein
je schwächer das Bein.

Im August viel Regen ist dem Wein kein Segen.

Woher kommt das Wein-Zitat: “Bier auf Wein, das lass sein”?

Jeder kennt den bekannten Weinspruch: “Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier: das rat’ ich Dir!” Doch das viel benutzte Weinzitat hat nichts mit einer möglichen Verkaterung zu tun. Im Mittelalter konnten sich normale Arbeiter und Bauern keinen Wein leisten und tranken nur Bier. Hatte man erstmal den sozialen Aufstieg geschafft und war es einem möglich auch Wein zu trinken, so wurde man gewarnt diese privilegierte Stellung zu schützen, damit man nie wieder Bier trinken müsste.