Blecua Somontano im Test

Blecua Somontano

Ich habe bisher selten solche teure Weine vorgestellt, wie der Blecua Somontano 2005. Aber der Wein kann sich sehen lassen. Was für ein Kaliber.

Der heutige Wein ist eine Cuvée aus internationalen und spanischen Sorten. Er besteht zu mehr als der Hälfte aus Cabernet Sauvignon, gefolgt von einem Viertel Tempranillo und einem kleineren Anteil Grenache.

Der Herstellungsprozess ist aufwändig und einfach nur State-of-the-Art. Er wird für 20 Monate in großen Eichenholzfässern fermentiert. Danach folgt die endgültige Zusammenstellung und der Wein reift nochmal 8 Monate in den kleineren Barrique-Fässern. Er kommt ungefiltert in die Flasche, was seine Authentizität bewahrt.

Der Blecua Somontano hat eine dunkle, rote Farbe. Da ich im Jahr 2022 einen 2005er Jahrgang verkoste, hat der Wein bereits einen kupfernen Glanz. Rotweine werden nämlich heller mit zunehmenden Alter.

In der Nase erinnert er Blecua nach nassem Leder und vergärten Früchten. Zusätzlich erkenne ich Aromen von Pflaumen und Zedernholz. Der Wein hat es in sich.

Auf der Zunge zeigt sich die bereits fortgeschrittene Reife des Somontano-Weins deutlich weniger stark. Der Blecua ist ein saftiger, ausgewogener und eleganter Rotwein, der nach wie vor kräftig wirkt. Bei so viel Komplexität bleibt der reife Geschmack auch lange anhalten.

Noch ein paar Tipps zum Schluss: Damit er seine Aromen voll und ganz entfalten kann, empfehle ich, den Wein aus einem großen Rotweinglas zu verkosten. Es schadet ebenfalls nicht, den Blecua Somontano eine halbe Stunde vorab in einem Weindekanter sich öffnen zu lassen. Auch sollte man den Wein keinesfalls zu früh trinken. Er hat ein extrem langes Lagerpotential.

Das Weinanbaugebiet Somontano in der Provinz Aragon war bis vor wenigen Jahren noch fast unbekannt. Mittlerweile zählt es zu den innovativsten Weinregionen Spaniens. Der Blecua Somontanto ist auch ein echtes Monument. Ich empfehle ihn zu Wildspeisen wie Rehrücken oder Wildschweinragout. 5 von 5 Weinsnob-Korken sind auch bei diesem happigen Preisschild mehr als angemessen.

Den Blecua Somontano gibt es für ca. 70 Euro bei Hawesko. Alternativ hat ihn auch Belvini regelmäßig im Angebot.

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