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Chardonnay ist wie Unkraut. Er wächst einfach überall! Die Rebsorte stammt aus Frankreich, wird aber fleißig in Kalifornien, Australien und sogar in Chile angebaut. Viele verbinden Chardonnay automatisch mit Champagner, doch die Rebsorte steht genauso auch für guten Wein.

Der heutige Lindemans Bin 65 Chardonnay kommt aus Südost Australien und wurde von Cordula Eich als “Super Schoppen” bezeichnet. Vom Preis her bewegt sich der Lindemans Bin 65 Chardonnay eher im Mittelfeld und von daher hatte ich anfangs die Befürchtung, dass dies sich auch im Geschmack niederschlagen könnte.

Dem ist aber nicht so! Die Nase überzeugt den Skeptiker auf Anhieb: Keine Fruchtbombe, nicht die typische Schwere der Vanille. Wie so oft bei Chardonnay steht nicht die Frucht im Vordergrund. Nein, der Lindemans Bin 65 Chardonnay riecht nach Mandeln. Nach längerem Schwenken kommt dann doch noch einen klitzekleine Note Aprikose hinzu.

Waren die Aromen noch etwas Rebsorten untypisch, ist das beim Geschmack gar nicht mehr der Fall. Ich habe es bereits mehrfach betont, dass man bei Chardonnay oft dieses butterige Gefühl auf der Zunge hat (übrigens ein Grund, wieso ich Chardonnay den frischen Riesling Weinen aus Deutschland vorziehe). Und genau diese Eigenschaft hat auch der Lindemans Bin 65 Chardonnay!

Dabei darf man jetzt nicht denken, der Wein sei in irgendeiner Weise zu schwer! Eine frische Zitrusfrucht begleitet den etwas gesetzten Geschmack und macht ihn leichter.

Von allen Chardonnays aus den deutschen Supermärkten, die ich in den letzten 2 Jahren probieren durfte, würde ich den Lindemans Bin 65 Chardonnay mit 4 Korken auf Platz 2 setzen. Nur der Casillero del Diablo Chardonnay hat noch mehr Charakter und bleibt aus diesem Grund unbestritten auf der 1!

Den Lindemans Bin 65 Chardonnay gibt es bei Rewe, Real, Kaisers und Kaufland für 6,99.