Apothic Inferno – Der Wein, der nicht nach Wein schmeckt

Apothic Inferno

Heute stelle ich euch einen echt bizarren Wein vor: Den Apothic Inferno. Er schmeckt nämlich gar nicht nach Wein. Warum ist das so? Und lohnt sich der Kauf? Das klären wir in diesem Beitrag!

Ich hatte bereits Apothic Red vom gleichen Weingut getestet. Dieser wollmundige und nach Lebkuchen schmeckende Rotwein hatte mir sehr gefallen. Also war ich auch sehr gespannt, wie mir der noch noblere Wein des gleichen Hauses gefallen würde.

Der Apothic Inferno ist ein besonderer Wein, was nicht zuletzt an seiner Machart liegt. Ähnlich wie beim Apothic Red, setzte man hier auf außergewöhnlich viele Rebsorten: Merlot, Zinfandel, Syrah, Petite Sirah, Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und andere. Das alleine sorgt schon für einen facettenreichen Wein.

Doch was den Apothic Inferno so besonders macht ist seine Reifung im Fass. Die Macher setzen nämlich nicht auf einen Standard-Barrique-Ausbau. Das wäre ja langweilig. Nein, der Inferno reift 60 Tage lang in einem ausgebrannten Whiskyfass.

Apothic Inferno – Die Verkostungsnotizen

Beurteilt man den Wein rein nach seinem Äußeren, dann muss er von Satan besessen sein: dunkle, fast schwarze granatrote Farbe.

Seine Nase ist nicht weniger teuflisch. Einerseits gibt es da die Vanille von der Fassreifung. Dadurch duftet er ein bisschen süß, nach gerösteten Marshmellows. Karamell oder braunen Zucker lassen sich auch einfach erkennen. Er duftet aber auch ein bisschen nach Branntwein.

Das mag kaum verwundern, denn der Apothic Inferno hat ein Alkoholgehalt von 16%. Das ist nicht ohne! Die gute Nachricht ist: Man schmeckt den Alkohol nicht. Es handelt sich um einen vollmundigen, dominanten Wein. Er überwältigt einen aber nicht. Das liegt daran, dass die Gerbsäure äußerst sanft ist.

Das letzte Mal, dass ich hier so einen kräftigen Wein vorgestellt habe, war beim Sangre de Toro. Doch der Apothic Inferno spielt in einer krasseren Liga. Diese Flasche hat von allem nicht nur ein bisschen, sondern sehr viel: Holz, Whiskynoten, Karamell, etwas Frucht und jede Menge Trinkgenuss.

Er passt besonders gut zu Steak, BBQ Soße, gewürztem Lamm und sogar zu Currywurst. Einen wichtigen Tipp habe ich noch: Man sollte den Apothic Inferno nicht zu warm trinken. Notfalls sollte man ihn mit einem Weinkühlstab noch schnell kühlen.

Um es klar zu sagen: Der Apothic Inferno ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Doch ich bin der persönlichen Meinung, dass man sich eine Flasche holen sollte. Denn es handelt sich um einen einzigartigen Wein. Die 5 von 5 Weinsnob-Korken erhält er alleine schon für seine Originalität.

Den Apothic Inferno gibt es für 13,74 Euro bei Kaufland.

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