wöhrle dornfelder
Das Weingut Wöhrle, aus Bockenheim in der Pfalz, wird vom Gault Millaut Wineguide empfohlen. Das alleine war für mich schon ein Grund den Wöhrle Dornfelder trocken zu probieren. Dazu kommt, dass es sich hierbei um einen Bio-Wein handelt. Winzer Martin Wöhrle ist einer der Vorreiter des ökologischen Weinbaus in Deutschland und war Gründungsmitglied von ECOVIN Pfalz. Heute arbeiten auch der Sohn Andreas und seine Frau Beate im Weingut.

Obwohl in der Pfalz 62 rote Rebsorten zugelassen sind, ist der Dornfelder mit über 13% der Rebfläche die Nummer 1. Der Dornfelder ist somit fast typisch für einen Rotwein aus diesem deutschen Weinanbaugebiet.

Der Wöhrle Dornfelder hat eine schöne rubinrote Farbe. Seine Nase ist alles andere als zurückhaltend. Er wird gekennzeichnet von würzigen Noten, wie Muskatnuss und Nelke. Die Fruchteindrücke bleiben dabei eher im Hintergrund. Wenn man sich anstrengt, kann man aber Düfte wie Brombeere, ggf. vielleicht sogar ein bisschen Erdbeere entdecken.

Dieser Dornfelder ist geschmacklich deutlich weniger fruchtig, als die meisten Weine seiner Art. Das liegt vermutlich daran, dass der Wöhrle Dornfelder im Barrique ausgebaut wurde. Die Fruchtaromen treten dann meistens ein bisschen zurück.

Die Tannine sind beim Wöhrle Dornfelder recht stark, was bei einem Rotwein aus der Pfalz überraschen mag. Der Wein ist geschmeidig und gleichzeitig kräftig – was mir sehr gefällt. Außerdem ist er aber auch recht würzig. Wäre er etwas weicher würde er mir vermutlich noch besser gefallen.

Ein Aspekt hat mich am Wöhrle Dornfelder überrascht. Und das ist seine Haltbarkeit. Meine Flasche war bereits aus dem Jahr 2012, damit 6 Jahre alt. Und trotzdem ist die Struktur dieses Tropfens nach wie vor hervorragend. 4 von 5 Weinsnob-Korken sind hier mehr als verdient.

Den Wöhrle Dornfelder gibt es für 6,99 Euro bei Rewe.

PS. Man sollte sich den Wein wirklich mal ins Haus holen. Er ist auch deutlich besser als der Affenthaler Spätburgunder.

Ein anderer spannender Rotwein aus der Pfalz, wenn auch deutlich teurer, ist der Anselmann Merlot.