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Dessertweine trinkt man nicht jeden Tag
. Sie sind teuer, geschmacklich schwer verdaulich und passen zu nur ganz wenigen Speisen. Das gilt nicht für die Anselmann Riesling Spätlese!

Der Riesling aus der Pfalz ist mit seinen 5,49 eher günstig, er ist erfrischend und passt dadurch zu fast allen Salaten. Kein Wunder, dass ich begeistert bin und ihn mit großer Sicherheit zum Wein des Monats küren werde.

Laut Etikett schmeckt die Anselmann Riesling Spätlese nach Aprikosen, Pfirsichen und Grapefruit. Das Etikett lügt! Ich rieche üppiges: Honig, im Hintergrund etwas Walnuss und ganz wenig Zitrone. Auf der Zunge wird der Geschmack noch konkreter. Nein, die Frucht steht definitiv nicht im Vordergrund. Der Eindruck von Honig wird intensiver, eine diskrete Säure sorgt dafür, dass der Wein im Gleichgewicht bleibt.

Und das hat das Familienweingut definitiv geschafft: Die Anselmann Riesling Spätlese ist nicht zu süß und nicht zu sauer. Trotz Honigeindruck fühlt sich der Wein auf der Zunge nicht dickflüssig oder marmeladig an. Anders als die Spätlese Rheinhessen von Lidl ist die Anselmann Riesling Spätlese nicht trocken ausgebaut. Trotzdem ist die Ausgewogenheit derart beindruckend, dass man sogar glatt vergessen könnte, dass es sich hier um einen Süßwein handelt. Nur die goldene Farbe erinnert uns daran!

Bewertung4carréMan kann es herauslesen: Ich bin beeindruckt. Das Weingut Anselmann gehört zu den größten Privatweingütern in Deutschland. Bei einem Wein dieser Preiskategorie hatte ich einen völlig austauschbaren Industriewein erwartet. Doch die Anselmann Riesling Spätlese ist ein elegantes Produkt, welches sich nicht nur auf die Begleitung von Nachtisch oder Entenleberpastete beschränkt. Ich jedenfalls merke ihn mir vor! Für gemütliche Winterabende! Oder für sonst irgendeine Gelegenheit! Irgendwas lässt sich schon finden.

Die Anselmann Riesling Spätlese gibt es bei Real für 5,49 Euro.